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Konzept.


Die Anforderungen an Bewerbungsportfolios für stark künstlerisch gepräget Studiengänge unterscheiden sich grundlegend von denen für Designstudiengänge. Deshalb verfolgen wir im Kreativkreisel ein speziell künstlerisch ausgerichtetes Kurskonzept.

Im Mittelpunkt steht nicht die Entwicklung eines bestimmten Stils, sondern die Entdeckung einer eigenständigen künstlerischen Haltung. Denn genau danach suchen Kunsthochschulen: nach Persönlichkeiten mit einem authentischen Ausdruck, einer eigenen Bildsprache und der Fähigkeit, selbstständig künstlerisch zu arbeiten.

Zu Beginn des Kurses finden wir gemeinsam heraus, welche Themen, Motive und Fragestellungen euch wirklich interessieren und bewegen. Parallel dazu erweitern wir eure handwerklichen Fähigkeiten, experimentieren mit unterschiedlichen Techniken und Materialien und schaffen eine fundierte gestalterische Basis.

Darauf aufbauend begleiten wir euch Schritt für Schritt dabei, eine eigenständige künstlerische Arbeitsweise zu entwickeln. Ihr lernt, aus persönlichen Interessen und Beobachtungen individuelle Fragestellungen zu formulieren und diese in überzeugende künstlerische Arbeiten zu übersetzen.

In allen künstlerischen Studiengängen stehen nicht perfekte Zeichnungen oder technische Fertigkeiten im Vordergrund, sondern Persönlichkeit, Neugier und künstlerische Eigenständigkeit. Eine überzeugende Mappe entsteht dort, wo Inhalte authentisch und mit einer persönlichen Handschrift umgesetzt werden, dort wo eigene Forschungsfragen entstehen und tiefe Konzentration erkennbar ist.

Um diese Authentizität zu entwickeln, setzen wir uns intensiv mit euren Interessen auseinander: Was berührt euch? Was fasziniert oder irritiert euch? Welche Themen lassen euch nicht mehr los? Welche Materialien und Ausdrucksformen fühlen sich für euch stimmig an? Aus diesen Fragen entwickelt sich nach und nach eine individuelle künstlerische Position. Und genau sie bildet die Grundlage für eine starke und unverwechselbare Bewerbungsmappe.

 

 

Unser Vorstudium verbindet handwerkliche Grundlagen, künstlerische Forschung und die Entwicklung einer eigenen künstlerischen Position. Ziel ist es, euch sowohl technisch als auch konzeptionell auf ein Kunststudium vorzubereiten.

Im Verlauf des Kurses arbeitet ihr mit einer Vielzahl unterschiedlicher Techniken und Medien. Dazu gehören unter anderem Zeichnung, Malerei, Illustration, Hochdruck, Radierung, Collage, Fotografie, Installation, Fotografie sowie Grundlagen der Performance-, Video- und Konzeptkunst. Ergänzend beschäftigen wir uns mit Farbenlehre, Komposition, Gestaltungsprinzipien, Perspektive, Sachzeichnen, Aktzeichnen, Naturstudien und Urban Sketching.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Kurskonzepts ist das Arbeiten außerhalb des Ateliers. Regelmäßig zeichnen, skizzieren und fotografieren wir an unterschiedlichen Orten im Stadtraum. Diese unmittelbare Auseinandersetzung mit der Umgebung schärft die Wahrnehmung, erweitert den eigenen Blick und liefert wertvolle Impulse für die persönliche künstlerische Arbeit.

Darüber hinaus besuchen wir ausgewählte Ausstellungen, Vorträge und Museen. Die intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer und historischer Kunst unterstützt euch dabei, euren eigenen Kunstbegriff zu entwickeln und eine individuelle künstlerische Position zu finden.

Dabei vermitteln wir nicht nur verschiedene Techniken, sondern beschäftigen uns vor allem mit der Frage, welches Medium eine künstlerische Idee am überzeugendsten transportiert. Denn eine starke Arbeit entsteht häufig erst durch das bewusste Zusammenspiel von Inhalt, Material und Ausdrucksform.

Inhalte des Kreativkreisel-Vorstudiums

  • Sichtung, Analyse und Besprechung bereits entstandener Arbeiten
  • Beratung zu Studiengängen, Hochschulen und künstlerischen Berufsfeldern
  • Analyse erfolgreicher Bewerbungsportfolios ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Entwicklung eines eigenen Kunstbegriffs und einer persönlichen künstlerischen Haltung
  • Vermittlung künstlerischer und handwerklicher Grundlagen
  • Kennenlernen unterschiedlicher Medien, Materialien und Techniken
  • Künstlerische Recherche und Ideenentwicklung
  • Vertiefung zeichnerischer, malerischer und gestalterischer Fähigkeiten
  • Wöchentliches Urban Sketching im öffentlichen Raum
  • Grundlagen der Kunstgeschichte und Bildanalyse
  • Komposition, Bildfindung und Gestaltungsprinzipien
  • Entwicklung individueller künstlerischer Fragestellungen
  • Erstellung eines persönlichen Konzepts bzw. einer Themensammlung für die Bewerbungsmappe
  • Umsetzung eigener Projekte mit individueller Begleitung
  • Beratung zu Material-, Medien- und Technikwahl
  • Zusammenstellung und Präsentation der fertigen Bewerbungsmappe
  • Begleitung durch den gesamten Bewerbungsprozess
  • Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen (praktisch und mündlich)

So arbeiten wir

Unsere Kurseinheiten bestehen aus einer ausgewogenen Mischung aus

  • theoretischer und kunstwissenschaftlicher Vermittlung,
  • handwerklich-künstlerischer Praxis,
  • der Bearbeitung individueller künstlerischer Aufgabenstellungen,
  • Zeichnen, Skizzieren und Malen im urbanen Raum,
  • gemeinsamer Reflexion und Bildbesprechung,
  • künstlerischer Recherche (Museen, Ausstellungen, Bibliotheken, digitale Archive u. a.)
  • sowie freier Atelierarbeit mit individueller Betreuung.

Individuelle Begleitung

Auch außerhalb der regulären Atelierzeiten stehen wir euch unterstützend zur Seite. Über unsere WhatsApp-Gruppe könnt ihr euch jederzeit mit den Dozentinnen, Dozenten, Ehemaligen und anderen Kursteilnehmenden austauschen, Fragen stellen oder Feedback zu euren Arbeiten erhalten.

Zusätzlich finden regelmäßig Einzelgespräche und Gruppenbesprechungen statt. Diese bieten Raum für konstruktive Kritik, die gemeinsame Reflexion des Arbeitsprozesses sowie die individuelle Weiterentwicklung eurer künstlerischen Arbeit

Das Kreativ-Manifest

Wir haben keine Angst vor dem Scheitern.
Denn jeder Versuch bringt uns weiter und jeder Fehler eröffnet neue Möglichkeiten.

Wir experimentieren.
Mit Materialien, Techniken, Medien und Ideen. Neugierig, offen und ohne Denkverbote.

Wir entdecken unsere Welt zeichnend.
Wir verlassen das Atelier, beobachten aufmerksam und erforschen unsere Umgebung mit Skizzenbuch und Kamera.

Wir lernen miteinander und voneinander.
Wir teilen Erfahrungen, unterstützen uns gegenseitig und inspirieren uns mit neuen Perspektiven.

Wir hinterfragen Konventionen.
Wir geben dem Zufall Raum, denken quer und lassen kreatives Chaos zu, wenn daraus neue Ideen entstehen.

Wir erkennen unsere Stärken und entwickeln sie weiter.
Wir setzen uns persönliche Ziele und wachsen Schritt für Schritt an unseren Herausforderungen.

Wir vergleichen uns nicht – wir lassen uns inspirieren.
Die Arbeiten anderer sind keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung für unseren eigenen Weg.

Wir zeigen unsere Arbeiten.
Wir präsentieren unsere Ideen, tauschen uns aus und machen unsere Entwicklung sichtbar.

Wir schätzen konstruktive Kritik.
Sie hilft uns, unsere Arbeiten zu reflektieren, unseren Standpunkt zu schärfen und neue Wege zu entdecken.

Wir reflektieren unser künstlerisches Handeln.
Jede Arbeit ist Teil eines Prozesses, aus dem wir lernen und an dem wir wachsen.

Wir feiern unsere Erfolge.
Und begegnen uns an schwierigen Tagen mit Geduld, Respekt und Vertrauen in den eigenen Entwicklungsweg.

Wir inspirieren einander.
Jede Begegnung, jede Idee und jede Arbeit kann zum Ausgangspunkt für etwas Neues werden.

Wir sind ein kreatives Team.
Wir wachsen gemeinsam, unterstützen uns gegenseitig und schaffen einen Ort, an dem Kreativität, Offenheit und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt stehen.

 

 

Kursziele

Im Mittelpunkt unseres Vorstudiums steht die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Persönlichkeit. Die Bewerbungsmappe ist dabei ein wichtiges Etappenziel, sie ist jedoch nicht das eigentliche Ziel des Kurses. Vielmehr verstehen wir sie als sichtbares Ergebnis eines intensiven künstlerischen Entwicklungsprozesses.

Während des Vorstudiums verfolgt ihr unter anderem folgende Ziele:

  • Entwicklung handwerklicher und technischer Fähigkeiten
  • Kennenlernen und Erproben unterschiedlicher künstlerischer Medien und Ausdrucksformen
  • Auseinandersetzung mit historischen und zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern
  • Entwicklung der Fähigkeit, die eigene und fremde künstlerische Arbeit zu reflektieren
  • Entdeckung persönlicher Themen, Fragestellungen und ästhetischer Interessen
  • Auswahl der Medien und Techniken, die den eigenen Inhalten am besten entsprechen
  • Entwicklung einer eigenständigen, authentischen künstlerischen Arbeitsweise
  • Aufbau einer überzeugenden Bewerbungsmappe für Kunsthochschulen

Durch das Zusammenspiel aus handwerklicher Praxis, künstlerischer Recherche, theoretischer Auseinandersetzung, regelmäßigem Feedback, gemeinsamer Reflexion und dem Austausch innerhalb der Gruppe entwickelt sich Schritt für Schritt eine individuelle künstlerische Position.

Dabei geht es nicht darum, den vermeintlichen Erwartungen einer Hochschule zu entsprechen. Vielmehr unterstützen wir euch dabei, eure eigenen Fragestellungen zu entwickeln und diese authentisch in eine künstlerische Form zu übersetzen.

Mit zunehmender Erfahrung rückt die Fertigstellung der Mappe immer stärker in den Hintergrund. Stattdessen gewinnen die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit, das kritische Hinterfragen der eigenen Entscheidungen und die Entwicklung einer persönlichen Bildsprache an Bedeutung.

Unser Ziel ist es, ein künstlerisches Selbstverständnis zu fördern, das auch mit Rückschlägen umgehen kann. Denn eine Absage einer Hochschule bedeutet nicht das Ende eines künstlerischen Weges, sondern kann ebenso Teil eines langfristigen Entwicklungsprozesses sein.

Künstlerische Prozesse verstehen wir dabei nicht ausschließlich als ästhetisches Gestalten, sondern als Form der Forschung, über die eigene Persönlichkeit, gesellschaftliche Themen, Natur, Kultur und die Welt, in der wir leben.

Was einer erfolgreichen Bewerbung häufig im Weg steht

Aus unserer langjährigen Erfahrung beobachten wir immer wieder ähnliche Muster, die den künstlerischen Entwicklungsprozess erschweren und sich negativ auf die Qualität einer Bewerbungsmappe auswirken können:

  • regelmäßige oder längere Fehlzeiten
  • mangelnde Bereitschaft, Anregungen und Feedback umzusetzen
  • fehlende Kontinuität und Sorgfalt in der Arbeitsweise
  • Arbeiten ohne erkennbaren inhaltlichen oder gestalterischen Schwerpunkt
  • fehlende persönliche Fragestellungen und künstlerische Forschung
  • Arbeiten, die sich überwiegend an vermeintlichen Erwartungen der Professorinnen und Professoren orientieren, statt einer eigenen Haltung zu folgen
  • rein dekorative oder plakative Darstellungen ohne inhaltliche, formale oder handwerkliche Auseinandersetzung
  • überwiegend abgezeichnete Motive, Illustrationen oder stark an Vorlagen orientierte Arbeiten ohne eigenständige Weiterentwicklung
  • fehlende Reflexion der eigenen Arbeiten sowie geringe Bereitschaft zum Austausch innerhalb der Gruppe

Unsere Empfehlung

Sollten wesentliche Grundlagen für eine überzeugende Bewerbungsmappe bis zum Ende des Kurses noch nicht entwickelt sein, empfehlen wir in der Regel, die Bewerbung zunächst zu verschieben und die Mappe weiter auszubauen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass ein zusätzlicher Entwicklungszeitraum die Erfolgschancen häufig deutlich erhöht. Unser Ziel ist nicht eine möglichst schnelle Bewerbung, sondern eine Bewerbung mit einer Mappe, hinter der ihr künstlerisch und persönlich wirklich stehen könnt.