Konzept.


Unser Kurskonzept
Im Kreativkreisel haben wir uns bewusst für ein künstlerisch ausgerichtetes Kurskonzept entschieden und konzentrieren uns auf eine kleine, ausgewählte Gruppe von Studiengängen, die ähnliche Voraussetzungen, Arbeitsweisen und Anforderungen an die Bewerbungsmappe mitbringen. Auch die Menschen, die sich für diese Studiengänge interessieren, verbindet häufig eine vergleichbare künstlerische Haltung, Motivation und Arbeitsweise.
Im Mittelpunkt unserer Vorbereitung steht daher nicht die Entwicklung möglichst funktionaler Gestaltungslösungen, sondern die Entdeckung und Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Position. Diese bildet die Grundlage für eine authentische gestalterische Handschrift, unabhängig davon, ob du später in einem frei künstlerischen oder einem angewandten Kreativberuf arbeitest. Denn genau danach suchen Kunsthochschulen: nach Persönlichkeiten mit einem authentischen Ausdruck, einer individuellen Bildsprache und der Fähigkeit, selbstständig künstlerisch zu denken, zu experimentieren und eigenständig zu arbeiten.
Unsere Spezialisierung
Die Anforderungen an Bewerbungsportfolios für stark künstlerisch geprägte Studiengänge unterscheiden sich grundlegend von denen gestalterisch-anwendungsorientierter Studiengänge wie Architektur, Mode-, Medien- oder Produktdesign. Bei einigen Studiengängen, beispielsweise Kommunikationsdesign oder Visuelle Kommunikation, gibt es jedoch größere Überschneidungen. Hier hängt die Ausrichtung der Bewerbungsmappe vor allem davon ab, ob du dich an einer Fachhochschule oder an einer Kunsthochschule bzw. Kunstakademie bewerben möchtest. Je nach Hochschultyp unterscheiden sich die Erwartungen zum Teil erheblich. Während an Fachhochschulen bereits im Bewerbungsportfolio meist ein deutlicher Anwendungsbezug sowie gestalterische Problemlösungskompetenz erwartet werden, kann sich die Mappe für Kommunikationsdesign an einer Kunsthochschule oder Kunstakademie inhaltlich, gestalterisch und konzeptionell noch frei künstlerisch bewegen. Hier stehen die künstlerische Auseinandersetzung, konzeptionelles Denken, Experimentierfreude und eine eigenständige Bildsprache im Mittelpunkt. Die Spezialisierung auf kommunikative und gestalterische Anwendungen erfolgt häufig erst im weiteren Verlauf des Studiums. Wenn du Kommunikationsdesign, Visuelle Kommunikation oder Illustration an einer Kunsthochschule bzw. Kunstakademie studieren möchtest, bist du deshalb bei uns genau richtig.
Neben Freier Kunst, Kunst-Lehramt, Intermedialer Gestaltung, Kunst im außerschulischen Kontext, Kunsttherapie, Bühnen- und Kostümbild sowie Illustration bereiten wir deshalb auch auf Kommunikationsdesign, Visuelle Kommunikation und weitere künstlerische Nischenstudiengänge wie Figuren- und Puppenspiel vor.
So arbeiten wir
Zu Beginn des Kurses finden wir gemeinsam heraus, welche Themen, Motive und Fragestellungen euch wirklich interessieren und bewegen. Parallel dazu erweitern wir eure handwerklichen Fähigkeiten, experimentieren mit unterschiedlichen Techniken und Materialien und schaffen eine fundierte gestalterische Basis.
Darauf aufbauend begleiten wir euch Schritt für Schritt dabei, eine eigenständige künstlerische Arbeitsweise zu entwickeln. Ihr lernt, aus persönlichen Interessen und Beobachtungen individuelle Fragestellungen zu formulieren und diese in überzeugende künstlerische Arbeiten zu übersetzen.

Worum es in einer künstlerischen Bewerbungsmappe geht
In allen stark künstlerisch geprägten Studiengängen stehen nicht perfekte Zeichnungen oder technische Fertigkeiten im Vordergrund, sondern Persönlichkeit, Neugier, Offenheit und künstlerische Eigenständigkeit. Eine überzeugende Mappe entsteht dort, wo Inhalte authentisch und mit einer persönlichen Handschrift umgesetzt werden. Sie entsteht dort, wo eigene Forschungsfragen entstehen und eine intensive Auseinandersetzung mit individuellen Themen erkennbar ist. Um diese Authentizität zu entwickeln, setzen wir uns intensiv mit euren Interessen auseinander: Was berührt euch? Was fasziniert oder irritiert euch? Welche Themen lassen euch nicht mehr los? Welche Materialien und Ausdrucksformen fühlen sich für euch stimmig an?
Aus diesen Fragen entwickelt sich nach und nach eine individuelle künstlerische Position. Genau sie bildet die Grundlage für eine starke, unverwechselbare und authentische Bewerbungsmappe.
Die Teilnehmenden erfahren, dass künstlerische Prozesse nicht an die Grenzen einzelner Disziplinen gebunden sind. Überall dort, wo Konzentration, Neugier, schöpferisches Denken und ein vertieftes Interesse vorhanden sind, liegen wertvolle Ressourcen für die eigene künstlerische Arbeit. Gemeinsam erkunden wir bereits vorhandene Fähigkeiten, Hobbys, Erfahrungen und Wissensgebiete und entwickeln daraus neue Verbindungen. Auf diese Weise entstehen synergetische Arbeitsweisen, die die individuelle Persönlichkeit stärken und zu authentischen künstlerischen Werken führen. Im Atelier steht den Teilnehmenden eine vielfältige Auswahl an Spielen, Musikinstrumenten und kreativen Materialien zur Verfügung. Diese laden zum Experimentieren, Improvisieren und bereichsübergreifenden Arbeiten ein und eröffnen neue Perspektiven für den eigenen künstlerischen Prozess.

Themen und künstlerische Positionen entstehen im authentischen Schaffensprozess und nicht vorab im Kopf
Wer sich im Internet über Bewerbungsmappen informiert, stößt schnell auf den Rat, sich möglichst früh ein Thema für die Mappe zu überlegen. Viele Bewerberinnen und Bewerber verbringen deshalb viel Zeit damit, nach einem möglichst originellen Konzept zu suchen oder bereits vorhandene Arbeiten einem künstlich gewählten Oberthema zuzuordnen. Aus unserer Erfahrung führt genau dieser Ansatz häufig zu einer unnötigen Einschränkung. Wer sich bereits zu Beginn auf ein Thema festlegt, grenzt seine Möglichkeiten oft unbewusst ein und verhindert, dass sich die eigenen Interessen und die wirklich relevanten Fragestellungen überhaupt entwickeln können. Wir arbeiten deshalb bewusst anders. In unserem Vorstudium entsteht das Thema nicht vor der künstlerischen Arbeit, sondern aus ihr heraus. Durch die kontinuierliche praktische Auseinandersetzung, das Experimentieren mit unterschiedlichen Medien, regelmäßige Reflexionen und intensive Gespräche entwickeln sich die individuellen Schwerpunkte ganz natürlich. So werden nach und nach die Themen sichtbar, die dich tatsächlich beschäftigen und deiner Arbeit eine authentische Richtung geben. Deshalb musst du dir vor Kursbeginn weder Gedanken über ein Mappenthema machen noch darüber, ob du bereits geeignete Arbeiten besitzt. Wenn du dich auf den künstlerischen Prozess einlässt, wirst du während des Vorstudiums genügend Zeit haben, deine persönlichen Kernthemen zu entdecken und eine Vielzahl hochwertiger, zusammenhängender und aktueller Arbeiten zu entwickeln, die deine künstlerische Entwicklung überzeugend widerspiegeln.

Was viele vor dem Studium unterschätzen
Den meisten Studieninteressierten ist nicht bewusst, wie viel Eigenständigkeit, Selbstverantwortung und Selbstorganisation innerhalb eines künstlerischen Studiums erwartet wird. Mit der Aufnahmeprüfung möchten die Hochschulen nicht nur "Talente" auswählen, sondern auch sicherstellen, dass zukünftige Studierende in der Lage sind, eigenständig künstlerische Prozesse zu entwickeln und über längere Zeit aufrechtzuerhalten.
Wer zwar einen Studienplatz erhält, auf diese Form des Arbeitens jedoch nicht ausreichend vorbereitet ist, erlebt häufig eine große Verunsicherung. Plötzlich steht man im Atelier, hat die Möglichkeit eine Vielzahl von Werkstätten zu besuchen, weiß aber nicht, wie daraus eigenständig künstlerische Arbeiten entstehen können. Es fällt schwer, Themen zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen oder den eigenen Interessen zu vertrauen. Nicht selten entstehen dadurch Blockaden, Orientierungslosigkeit oder Arbeitsweisen, die sich eher an Erwartungen anderer orientieren als an der eigenen künstlerischen Haltung. Diese Schwierigkeiten wirken sich oft nicht nur auf das Studium aus. Sie können die gesamte künstlerische Entwicklung und den späteren beruflichen Weg begleiten. Denn die Fähigkeit, eigenständig zu denken, zu forschen und eine authentische Position zu entwickeln, bildet die Grundlage für ein nachhaltiges künstlerisches Arbeiten, unabhängig davon, ob man später als freien oder angewandten künstlerischen Bereich tätig ist.

Warum wir uns bewusst Zeit nehmen anstatt im Stress durchziehen zu wollen
Genau diese Fähigkeit wird in den meisten Schulen und auch in den wenigsten Freizeitangeboten vermittelt. Kreative Techniken zu erlernen ist das eine – eine eigene künstlerische Haltung zu entwickeln und daraus selbstständig Projekte entstehen zu lassen, etwas völlig anderes. Deshalb empfehlen wir, sich wirklich Zeit für diese intensive Vorbereitung zu nehmen. Diese Zeit, die du in dein Vorstudium investierst, begleitet dich weit über die Bewerbung hinaus. Sie bildet die Grundlage für dein gesamtes Studium, deine künstlerische Entwicklung und deine spätere berufliche Tätigkeit. Künstlerisches Denken, Fühlen und Handeln braucht Raum und Prozess.

Es geht nicht um Talent. Es geht um Entwicklung.
Wir glauben nicht daran, dass nur wenige Menschen über ein angeborenes künstlerisches Talent verfügen. Im Gegenteil: Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch ein kreatives Potenzial in sich trägt, das sich entfalten lässt, unabhängig davon, ob bereits Erfahrungen im Zeichnen, Malen oder anderen künstlerischen Bereichen vorhanden sind.
Entscheidend ist nicht, wo du heute stehst, sondern wie intensiv du bereit bist, dich mit dir selbst, deiner Wahrnehmung und deiner künstlerischen Entwicklung auseinanderzusetzen. Aus unserer Erfahrung kann jede*r mit der richtigen Begleitung, ausreichend Zeit und einer ernsthaften Auseinandersetzung die Voraussetzungen schaffen, um die Aufnahmeprüfung an einer Kunsthochschule erfolgreich zu bestehen. Immer wieder begleiten wir Teilnehmer*innen, die sich zuvor bereits mehrere Jahre eigenständig beworben haben, teilweise vier oder fünf Mal ohne Erfolg. Erst als sie den Mut hatten, ihre Arbeitsweise grundlegend zu hinterfragen, neue Perspektiven einzunehmen und sich auf einen intensiven Entwicklungsprozess einzulassen, gelang ihnen der Studienplatz.
Es geht nicht darum, besser zeichnen oder malen zu können. Es geht darum, Kontexte zu erkennen, Zusammenhänge herzustellen, in die Tiefe zu gehen, Fragen zu entwickeln, authentisch zu werden und sich der eigenen Haltung bewusst zu werden. Genau dort beginnt künstlerisches Arbeiten. Die Aufnahmeprüfung prüft deshalb nicht in erster Linie handwerkliche Perfektion. Sie sucht Menschen, die bereit sind, sich einzulassen, eigenständig zu denken, neugierig zu forschen und eine persönliche künstlerische Position zu entwickeln. Wir glauben deshalb nicht an Talent als Voraussetzung. Wir glauben an Potenzial, an Entwicklung und an den Mut, sich auf einen intensiven künstlerischen Prozess einzulassen.
Handwerk, Forschung und künstlerische Entwicklung
Unser Vorstudium verbindet handwerkliche Grundlagen, künstlerische Forschung und die Entwicklung einer eigenen künstlerischen Position. Ziel ist es, euch sowohl technisch als auch konzeptionell auf ein Kunststudium vorzubereiten. Im Verlauf des Kurses arbeitet ihr mit einer Vielzahl unterschiedlicher Techniken und Medien. Dazu gehören unter anderem Zeichnung, Malerei, Illustration, Drucktechniken, Digitale Medien, Text, Sound, Video, Collage, Fotografie, Installation, Skulptur sowie Grundlagen der Performance-, Objekt- & und Konzeptkunst. Ergänzend beschäftigen wir uns mit Farbenlehre, Komposition, Verfremdung, Körpererweiterung, Gestaltungsprinzipien, Kunst- und Designtheorie, Objekt-, Körper-, und Naturstudien, Urban Sketching, Szenischem Skizzieren, Klassengesprächen, analoger und digitaler Recherche-, Repro-, und Portfolioarbeit.

Kunst entsteht überall
Ein wichtiger Bestandteil unseres Kurskonzepts ist das Arbeiten außerhalb des Ateliers. Regelmäßig zeichnen, malen, schreiben, frottieren, drucken, sprayen, fotografieren und interagieren wir an unterschiedlichsten Orten. Diese unmittelbare Auseinandersetzung mit der Umgebung schärft die Wahrnehmung, erweitert den eigenen Blick und liefert wertvolle Impulse für die persönliche künstlerische Arbeit.
Darüber hinaus besuchen wir gemeinsam ausgewählte Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Kunsthochschulen und Museen. Die intensive Auseinandersetzung – insbesondere mit zeitgenössischer Kunst und den Positionen verschiedener Künstler*innen – unterstützt euch dabei, euren eigenen Kunstbegriff zu entwickeln, Inspiration zu sammeln, euch mit unterschiedlichen Arbeitsweisen auseinanderzusetzen und eure individuelle künstlerische Position zu finden und weiterzuentwickeln.
Wir arbeiten multimedial und beschäftigen uns kontinuierlich mit der Frage, welches Medium eine künstlerische Idee am überzeugendsten transportiert. Denn eine starke künstlerische Arbeit entsteht erst durch das bewusste Zusammenspiel von Inhalt, Material und Ausdrucksform.

Inhalte des Kreativkreisel-Vorstudiums
- Sichtung, Analyse und Besprechung bereits entstandener Arbeiten
- Beratung zu Studiengängen, Hochschulen und künstlerischen Berufsfeldern
- Analyse erfolgreicher Bewerbungsportfolios ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Entwicklung eines eigenen Kunstbegriffs und einer persönlichen künstlerischen Haltung
- Vermittlung künstlerischer und handwerklicher Grundlagen
- Kennenlernen unterschiedlicher Medien, Materialien und Techniken
- Künstlerische Recherche und Ideenentwicklung
- Vertiefung zeichnerischer, malerischer und gestalterischer Fähigkeiten
- Wöchentliches Urban Sketching im öffentlichen Raum
- Grundlagen der Kunstgeschichte und Bildanalyse
- Komposition, Bildfindung und Gestaltungsprinzipien
- Entwicklung individueller künstlerischer Fragestellungen
- Erstellung eines persönlichen Konzepts bzw. einer Themensammlung für die Bewerbungsmappe
- Umsetzung eigener Projekte mit individueller Begleitung
- Beratung zu Material-, Medien- und Technikwahl
- Zusammenstellung und Präsentation der fertigen Bewerbungsmappe
- Begleitung durch den gesamten Bewerbungsprozess
- Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen (praktisch und mündlich)

Inhalte
Unsere Kurseinheiten bestehen zusammengefasst aus einer ausgewogenen Mischung aus:
- theoretischer und kunstwissenschaftlicher Vermittlung,
- handwerklich-künstlerischer Praxis,
- der Bearbeitung und Findung individueller künstlerischer Aufgabenstellungen
- gemeinsamer Reflexion und Bildbesprechung
- eigenständiger Atelierarbeit
- künstlerischer Recherche (Museen, Ausstellungen, Bibliotheken, digitale Archive u. a.)

Individuelle Begleitung
Auch außerhalb der regulären Atelierzeiten stehen wir euch unterstützend zur Seite. Über unsere WhatsApp-Gruppe könnt ihr euch jederzeit mit den Dozentinnen, Dozenten, Ehemaligen und anderen Kursteilnehmenden austauschen, Fragen stellen oder Feedback zu euren Arbeiten erhalten.
Zusätzlich finden regelmäßig Kurzpräsentationen, Einzelgespräche und Gruppenbesprechungen statt. Diese bieten Raum für konstruktive Kritik, die gemeinsame Reflexion des Arbeitsprozesses sowie die individuelle Weiterentwicklung eurer künstlerischen Arbeit

Das Kreativ-Manifest
Wir haben keine Angst vor dem Scheitern.
Denn jeder Versuch bringt uns weiter und jeder Fehler eröffnet neue Möglichkeiten.
Wir experimentieren.
Mit Materialien, Techniken, Medien und Ideen. Neugierig, offen und ohne Denkverbote.
Wir entdecken unsere Welt wahrnehmend.
Wir verlassen das Atelier, beobachten aufmerksam und erforschen unsere Umgebung mit Skizzenbuch und Kamera.
Wir lernen miteinander und voneinander.
Wir teilen Erfahrungen, unterstützen uns gegenseitig und inspirieren uns mit neuen Perspektiven.
Wir hinterfragen Konventionen.
Wir geben dem Zufall Raum und lassen kreatives Chaos zu, wenn daraus neue Ideen entstehen.
Wir erkennen unsere Stärken und entwickeln sie weiter.
Wir setzen uns persönliche Ziele und wachsen Schritt für Schritt an unseren Herausforderungen.
Wir öffnen uns einander und verurteilen uns nicht.
Denn sich zu verstellen kostet Energie, die wir für die schöpferischen Prozesse brauchen.
Wir vergleichen uns nicht – wir lassen uns inspirieren.
Die Arbeiten anderer sind keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung für unseren eigenen Weg.
Wir zeigen unsere Arbeiten.
Wir präsentieren unsere Ideen, tauschen uns aus und machen unsere Entwicklung sichtbar.
Wir schätzen konstruktive Kritik.
Sie hilft uns, unsere Arbeiten zu reflektieren, unseren Standpunkt zu schärfen und neue Wege zu entdecken.
Wir reflektieren unser künstlerisches Handeln.
Jede Arbeit ist Teil eines Prozesses, aus dem wir lernen und an dem wir wachsen.
Wir feiern unsere Erfolge.
Und begegnen uns an schwierigen Tagen mit Geduld, Respekt und Vertrauen in den eigenen Entwicklungsweg.
Wir lernen voneinander.
Jede Begegnung, jede Idee und jede Arbeit kann zum Ausgangspunkt für etwas Neues werden.
Wir sind ein kreatives Team.
Wir wachsen gemeinsam, unterstützen uns gegenseitig und schaffen einen Ort, an dem Kreativität, Offenheit und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt stehen.

Kursziele
Im Mittelpunkt unseres Vorstudiums steht die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Persönlichkeit. Die Bewerbungsmappe ist dabei ein wichtiges Etappenziel, sie ist jedoch nicht das eigentliche Ziel des Kurses. Vielmehr verstehen wir sie als sichtbares Ergebnis eines intensiven künstlerischen Entwicklungsprozesses.
Während des Vorstudiums verfolgt ihr unter anderem folgende Ziele:
- Entwicklung handwerklicher und technischer Fähigkeiten
- Kennenlernen und Erproben unterschiedlicher künstlerischer Medien und Ausdrucksformen
- Auseinandersetzung mit historischen und zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern
- Entwicklung der Fähigkeit, die eigene und fremde künstlerische Arbeit zu reflektieren
- Entdeckung persönlicher Themen, Fragestellungen und ästhetischer Interessen
- Auswahl der Medien und Techniken, die den eigenen Inhalten am besten entsprechen
- Entwicklung einer eigenständigen, authentischen künstlerischen Arbeitsweise
- Aufbau einer überzeugenden Bewerbungsmappe für Kunsthochschulen

Künstlerische Forschung
Durch das Zusammenspiel aus handwerklicher Praxis, künstlerischer Recherche, theoretischer Auseinandersetzung, regelmäßigem Feedback, gemeinsamer Reflexion und dem Austausch innerhalb der Gruppe entwickelt sich Schritt für Schritt eine individuelle künstlerische Position. Dabei geht es nicht darum, den vermeintlichen Erwartungen einer Hochschule zu entsprechen. Vielmehr unterstützen wir euch dabei, eure eigenen Fragestellungen zu entwickeln und diese authentisch in eine künstlerische Form zu übersetzen. Mit zunehmender Erfahrung rückt die Fertigstellung der Mappe immer stärker in den Hintergrund. Stattdessen gewinnen die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit, das kritische Hinterfragen der eigenen Entscheidungen und die Entwicklung einer persönlichen Bildsprache an Bedeutung. Unser Ziel ist es, ein künstlerisches Selbstverständnis zu fördern, das auch mit Rückschlägen umgehen kann. Denn eine Absage einer Hochschule bedeutet nicht das Ende eines künstlerischen Weges, sondern kann ebenso Teil eines langfristigen Entwicklungsprozesses sein.
Künstlerische Prozesse verstehen wir dabei nicht ausschließlich als ästhetisches Gestalten, sondern als Form der Forschung, über die eigene Persönlichkeit, gesellschaftliche Themen, Natur, Kultur und die Welt, in der wir leben.


Was einer erfolgreichen Bewerbung häufig im Weg steht
Aus unserer langjährigen Erfahrung beobachten wir immer wieder ähnliche Muster, die den künstlerischen Entwicklungsprozess erschweren und sich negativ auf die Qualität einer Bewerbungsmappe auswirken können:
- regelmäßige oder längere Fehlzeiten
- mangelnde Bereitschaft, Anregungen und Feedback umzusetzen
- fehlende Kontinuität und Sorgfalt in der Arbeitsweise
- Arbeiten ohne erkennbaren inhaltlichen oder gestalterischen Schwerpunkt
- fehlende persönliche Fragestellungen und künstlerische Forschung
- Arbeiten, die sich überwiegend an vermeintlichen Erwartungen der Professorinnen und Professoren orientieren, statt einer eigenen Haltung zu folgen
- rein dekorative oder plakative Darstellungen ohne inhaltliche, formale oder handwerkliche Auseinandersetzung
- überwiegend abgezeichnete Motive, Illustrationen oder stark an Vorlagen orientierte Arbeiten ohne eigenständige Weiterentwicklung
- fehlende Reflexion der eigenen Arbeiten sowie geringe Bereitschaft zum Austausch innerhalb der Gruppe
Sollte Wesentliches z.B. aufgrund einer zu kurzen Kurslaufzeit, für eine überzeugende Bewerbungsmappe im Abgabezeitraum noch nicht entwickelt sein, empfehlen wir die Bewerbung zu verschieben und die Mappe weiter auszubauen. Unsere Erfahrung zeigt, dass ein zusätzlicher Entwicklungszeitraum die Erfolgschancen häufig deutlich erhöht. Unser Ziel ist nicht eine möglichst schnelle Bewerbung, sondern eine Bewerbung mit einer Mappe, hinter der ihr einerseits künstlerisch und persönlich wirklich stehen könnt, die aber auch andererseits nach unserer Erfahrung her potentiell erfolgreich sein wird.
Wir lassen dich auch hier nicht alleine und begleiten dich weiter in deinem Prozess und wissen das Alles eine Einladung zum Wachsen ist.








































